Mai 2019

German LNG Terminal zeichnet Kapazitätsverträge: Marktnachfrage weiter stark

Seit Januar 2018 ist die Marktnachfrage bzgl. eines LNG Terminals in Brunsbüttel weiter hoch. Der „Open Season“-Prozess der German LNG Terminal GmbH zur Bestimmung von Marktinteresse und zur Identifikation von möglichen Terminalkunden ist positiv verlaufen: Viele Firmen haben entsprechende Absichtserklärungen (sog. Memorandums of Understanding) unterzeichnet. Diese Firmen stellen die gesamte Bandbreite möglicher und sich ergänzender Dienstleistungen des zukünftigen Terminals dar: Sie reichen von der Regasifizierung und Einspeisung ins deutsche Gasnetz bis zum Umschlag und zur Distribution von LNG. Im nächsten Schritt werden vertiefende Diskussionen mit potentiellen Kunden geführt, um sog. Heads of Agreement zu unterzeichnen.

Nachdem RWE und German LNG Terminal bereits im September 2018 eine entsprechende Einigung über eine beträchtliche LNG-Kapazität des zukünftigen LNG-Terminals im norddeutschen Brunsbüttel erzielt hatten, folgte im Februar 2019 eine weitere langfristige Einigung mit einem wichtigen Teilnehmer des LNG-Marktes. Drei Monate später, im Mai 2019, unterzeichnen dann Axpo und German LNG Terminal ein „Heads of Agreement“ über einen langfristigen Kapazitätsvertrag. Verhandlungen mit weiteren interessierten Marktteilnehmern dauern noch an. Aufgrund des starken Marktinteresses wird German LNG Terminal eine Genehmigung für eine Gesamtkapazität des Terminals in Höhe von 8 Mrd. m³/Jahr beantragen.

Im Juni 2019 wird German LNG Terminal GmbH den Präqualifizierungsprozess für einen Generalunternehmer (EPC) im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens starten.