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Brunsbüttel, Deutschland
21.10.2020

Neue Impulse für die Energiewende aus Brunsbüttel

DGB Nord und IG BCE begrüßen Planungen zum ersten LNG-Terminal Deutschlands in Brunsbüttel und fordern weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien.

DGB Nord und IG BCE sind sich der hohen Bedeutung und der Herausforderungen des Klimaschutzes bewusst. Sie bekennen sich zu klaren, verbindlichen Klimaschutzzielen, wie sie unter anderem 2015 in Paris beschlossen worden sind. Eine sichere und wettbewerbsfähige Energieversorgung, welche den vereinbarten Klimaschutzzielen Rechnung trägt, bildet die Basis für einen erfolgreichen Industrie- und Dienstleistungsstandort. Auf dieser Basis begrüßen DGB Nord und IG BCE die fortschreitenden Planungen zum LNG-Terminal in Brunsbüttel. Gemeinsam hatten sie die Geschäftsführung der German LNG Terminal GmbH eingeladen, um per Videokonferenz aus erster Hand den Planungsstand zu diskutieren. Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord, und Andreas Suß, Bezirksleiter, IG BCE Schleswig-Holstein, betonen daher die Bedeutung des zukünftigen Terminals für die Arbeitsplätze und das Wirtschaftswachstum in Brunsbüttel und der Region.

„Wir brauchen endlich einen grundlegenden und messbaren Einstieg in die Reduzierung von Treibhausgasen vor allem in der Industrie und im Verkehr. Sonst läuft uns die Zeit davon. Wir haben keine Zeit auf ausreichend grünen Wasserstoff zu warten. Wir müssen schon heute alle Technologieansätze nutzen, die eine Reduktion erwirken können. Das Terminal ist hierfür eine einzigartige Chance“, so Uwe Polkaehn. „Es wird die wirtschaftliche Attraktivität des Standortes in dieser strukturschwachen Region erhöhen. Zum einen kann es mit dazu beitragen, eine verlässliche und effiziente Energieversorgung für die ansässige, energieintensive Industrie des ChemCoast Parks sicherzustellen. Zum anderen wird mit dem Terminal eine Infrastruktur bereitgestellt, die auch für zunehmend klimaneutrale Energieträger genutzt werden kann, z. B. erneuerbares LNG. Dies ist somit eine zukunftsfeste Infrastruktur, die ein wesentlicher Faktor dafür sein wird, Brunsbüttel und die Region zu einem Standort für die Energieversorgung der Zukunft zu machen. Es gibt neue Impulse für die Energiewende.“ Darüber hinaus fordert Polkaehn den zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien.

Andreas Suß ergänzt: „Als Arbeitnehmervertreter wissen wir: die Dekarbonisierung der Sektoren Chemie, Energie, Verkehr und Wärme ist eine der zentralen Aufgaben unserer Zeit. Für die Gewerkschaften liegen in der Energiewende bedeutende beschäftigungs- und industriepolitische Chancen. Es gilt Energie- und Klimaschutzthemen aus beschäftigungs-, sozial- und industriepolitischer Sicht zu verknüpfen und der Energiewende neue Impulse zu geben. Auch für unsere oft energieintensiven und mitbestimmten Betriebe an der Westküste stehen wichtige Weichenstellungen an. Unser Ziel: Gute Arbeit in der Region sichern.“

German LNG Terminal GmbH-Geschäftsführer Rolf Brouwer betonte den Beitrag des Terminals zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region. Am Terminal selbst werden ca. 70 Arbeitsplätze in einem Schichtsystem entstehen. Entscheidend seien jedoch des Weiteren die indirekten Effekte: beispielsweise werden Serviceleistungen im Hafenbetrieb in Anspruch genommen und Subauftragnehmer für die permanente Wartung des Terminals beauftragt. Er gehe davon aus, dass die Attraktivität des ChemCoast Parks gesteigert wird und sich weitere Unternehmen auf den noch vorhandenen freien Flächen ansiedeln. 

Link zum energiepolitischen Forderungspapier der Gewerkschaften

Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen mehr als 400.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) im Bezirk Schleswig-Holstein vertritt die Interessen von rund 9000 Mitgliedern in unterschiedlichen Branchen. Zum Organisationsbereich gehören Chemie, Energie, Erdöl und Erdgas, Glas, Papier und Zement. Es handelt sich um Unternehmen der Energieversorgung bzw. mit hohem Energiebedarf und steht damit für Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und Schwankungssicherheit. Die IG BCE ist gekennzeichnet durch einen hohen Organisationsgrad und einer sehr breiten Aufstellung bei den Betriebsräten. Sie ist eine aktive Gestalterin von Strukturwandel und setzt sich für eine wirtschaftlich und sozial nachhaltige Energiewende ein.

German LNG Terminal und die Gesellschafter – Langjährige Erfahrung

Die German LNG Terminal GmbH ist ein Joint Venture der niederländischen Unternehmen Gasunie LNG Holding B.V., Vopak LNG Holding B.V. sowie der Oiltanking GmbH, einem Tochterunternehmen der Marquard & Bahls AG, Hamburg. Zweck des Joint Venture ist der Bau und Betrieb eines multifunktionalen Import- und Distributionsterminals für verflüssigtes Erdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) in Brunsbüttel. Das Terminal wird zudem eine Reihe von Dienstleistungen bereitstellen: das Be- und Entladen von LNG-Carrier, die temporäre Speicherung von LNG, die Regasifizierung, die Einspeisung ins deutsche Erdgasnetz und die Distribution durch Tankkraftwagen und LNG-Kesselwagen.

German LNG Terminal hat sich für den Standort Brunsbüttel entschieden. Die Nähe zum Hamburger Hafen sowie zu den in der Region ansässigen Industrieunternehmen bietet ein attraktives wirtschaftliches Umfeld. Durch den Nord-Ostsee-Kanal, der in Nachbarschaft des geplanten Terminals verläuft, sind die skandinavischen und baltischen Länder gut erreichbar. www.GermanLNG.com

Pressekontakt

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Marquard & Bahls AG
Koreastraße 7
20457 Hamburg

+49 40 37004-0+49 40 37004-7609
E-Mail

Direkter Kontakt

Rolf Brouwer
Geschäftsführer
German LNG Terminal GmbH

+49 160 9036 5815E-Mail

Katja Freitag
Unternehmenssprecherin
German LNG Terminal GmbH

+49 152 21700511E-Mail

Uwe Polkaehn
Vorsitzender
DGB Nord

+49 170 8572567

Andreas Suß
Bezirksleiter
IG BCE Schleswig-Holstein

+49 173 6080450